Das Programm

Alle Filme laufen im CinePlanet5, Oldesloer Straße 34, Bad Segeberg (Tel.: 04551-7100).
Do 17. Oktober und Di 22. Oktober 17.30 und 20 Uhr
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Wenn Fliegen träumen

Drama

Regie: Katharina Wackernagel

mit: Thelma Buabeng (Naja) · Nina Weniger (Hannah) · Tina Amon Amonsen (Marie) · Robert Beyer (Bestatter) · Niels Bormann (Lutz)

Deutschland 2017 | 83 Minuten | ab 0

Zwei Halbschwestern aus Berlin, die sich bislang nie begegnet sind, erben nach dem Tod ihres Vaters ein rotes Feuerwehrauto und ein Haus in Norwegen. Zusammen begeben sie sich mit viel Wodka und Tabletten auf eine melancholische Reise in den Norden, bei der sie einen Vagabunden kennenlernen, aber auch mit seltsamen Menschen aus ihrer Heimat konfrontiert werden. Eine schwarzhumorige Groteske über Einsamkeit, Lebensfreude und den Tod, in der die Vergangenheit mit der Vielfalt des Lebens streitet. - Ab 16.

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Do 24. Oktober und Di 29. Oktober 17.30 und 20 Uhr
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Ausgeflogen

Komödie

Regie: Lisa Azuelos

mit: Sandrine Kiberlain (Héloïse) · Thaïs Alessandrin (Jade) · Victor Belmondo (Théo) · Kyan Khojandi (Paul) · Mickaël Lumière (Louis)

Frankreich/Belgien 2019 | 85 Minuten | ab 6

Als ihre jüngste Tochter kurz vor dem Baccalauréat steht und schon einen Studienplatz in Kanada in Aussicht hat, geht auch für eine Mutter aus Paris ein Lebensabschnitt zu Ende. Die letzten Wochen, die beide gemeinsam unter einem Dach verbringen, werden zu einem langen Abschied, den der Film in nostalgischen Momenten der familiären Vergangenheit spiegelt. Jede Einstellung der Komödie verschreibt sich bedingungslos dem Prinzip der Mutterliebe, die jede dramatische Zuspitzung zurechtstutzt, aber auch das Alltägliche in ungeahnter Schönheit aufblühen lässt. - Ab 14.

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Do 31. Oktober und Di 5. November 17.30 und 20 Uhr
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Unsere große kleine Farm

Dokumentarfilm

Regie: John Chester

USA 2019 | 92 Minuten | ab 0

Ein Paar in Los Angeles beschließt, eine biodynamische Farm zu gründen, obwohl es mit Landwirtschaft bislang nichts am Hut hatte. Mit optimistischer „Do it yourself“-Attitüde macht es sich ans Werk, was der Mann, ein Filmemacher, über sieben Jahre hinweg mit der Kamera dokumentiert. Anfang und Ende des dokumentarischen Familienfilms über den Aufbau der Farm tragen imagefilmhafte Züge. Insgesamt aber werden Humor und Drama, Information und Unterhaltung geschickt ausbalanciert. Beeindruckende Kameraaufnahmen zeigen Nutz- und Wildtiere aus nächster Nähe; gelegentlich fassen bilderbuchhafte Animationen komplexere Entwicklungen zusammen. - Ab 14.

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Do 7. November und Di 12. November 17.30 und 20 Uhr
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Leid und Herrlichkeit

Drama

Regie: Pedro Almodóvar

mit: Antonio Banderas (Salvador Mallo) · Leonardo Sbaraglia (Federico) · Asier Etxeandia (Alberto Crespo) · Penélope Cruz (Jacinta) · César Vicente (Eduardo)

Spanien 2019 | 114 Minuten | ab 6

Ein Filmregisseur wird durch die Wiederaufführung seines letzten Werkes, nach dem er vor 32 Jahren das Filmemachen an den Nagel hängte, mit seiner Vergangenheit konfrontiert. In der Auseinandersetzung mit seiner Kindheit, den wilden Jahren der „movida“ in Madrid und der gegenwärtigen Stagnation seines Lebens findet er in einer Mischung aus Zufall und Eigensinn, Widerstand und dem Beistand guter Freunde einen versöhnlichen Neuanfang. Die autobiografisch grundierte Fiktion von Pedro Almodóvar spielt mit Werk und Biografie des Regisseurs, verzichtet zugunsten einer verhaltenen, fast melancholischen Reflexion über Krankheit, Erinnerung und das Altern aber auf wilde Handlungssprünge oder grotesk überzeichnete Emotionen. - Sehenswert ab 16.

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Do 14. November und Di 19. November 17.30 und 20 Uhr
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Der unverhoffte Charme des Geldes

Drama

Regie: Denys Arcand

mit: Alexandre Landry (Pierre-Paul Daoust) · Maripier Morin (Camille Lafontaine) · Pierre Curzi (Maître Wilbrod Taschereau) · Rémy Girard (Sylvain "The Brain" Bigras) · Maxim Roy (Carla McDuff)

Kanada 2018 | 122 Minuten | ab 12

Ein Lieferwagenfahrer aus Montréal kommt durch einen Zufall an eine gewaltige Summe Bargeld. Während sich ihm die Kriminellen der Stadt und die Polizei an die Fersen heften, sinnt der gebildete Philanthrop nach Wegen, um das Geld an Mittellose zu verteilen. Das moderne Gaunermärchen verwandelt klassische Genre-Topoi sukzessive in ein Amalgam aus Satire und moralphilosophisches Traktat, das die eigene Großzügigkeit aber penetrant in den Vordergrund rückt und in seinem gesellschaftskritischen Ethos schlicht antiquiert wirkt. - Ab 14.

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Do 21. November und Di 26. November 17.30 und 20 Uhr
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Es gilt das gesprochene Wort

Drama

Regie: Ilker Çatak

mit: Anne Ratte-Polle (Marion) · Oğulcan Arman Uslu (Baran) · Godehard Giese (Raphael) · Özgür Karadeniz (Ferdi) · Jörg Schüttauf (Mark)

Deutschland/Frankreich 2019 | 122 Minuten | ab 12

Eine deutsche Pilotin nimmt sich eine Auszeit von einer Beziehung und lässt sich an der türkischen Riviera von einem Gigolo umwerben. Als der sie um eine Scheinehe bittet, damit er in Deutschland leben kann, willigt sie kurzerhand ein. Wider Erwarten entwickelt sich daraus eine große, leidenschaftliche Liebesgeschichte zwischen zwei sehr unterschiedlichen Menschen. Das vielschichtige Drama lebt von lebensechten, sehr bissigen Dialogen und komplexen, detailgenau entworfenen Figuren, die von zwei außergewöhnlich gut harmonierenden Darstellern mit viel Leben gefüllt werden. Untergründig geht es dabei auch um aktuelle Themen wie Integration und Identität. - Sehenswert ab 14.

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Do 28. November und Di 3. Dezember 17.30 und 20 Uhr
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Free Solo

Dokumentarfilm

Regie: Elizabeth Chai Vasarhelyi

USA 2018 | 100 Minuten | ab 6

Dokumentarfilm über die Besteigung der El-Capitan-Steilwand im Yosemite National Park in Kalifornien durch den 33-jährigen Extremkletterer Alex Honnold. Der bildgewaltige Film hält nicht nur eine atemberaubende Kletterleistung fest, sondern widmet sich mit ebenso großer Hingabe dem Innenleben und den Motivationen des perfektionistischen Bergsteigers, der als nachdenklicher, selbstkritischer Mensch porträtiert wird. Durch seine formale Brillanz ist der Film zugleich auch eine Eloge auf die einzigartige Erlebniskraft des Kinos. - Sehenswert ab 12.

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Do 5. Dezember und Di 10. Dezember 17.30 und 20 Uhr
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Once Upon a Time in Hollywood

Buddy-Movie

Regie: Quentin Tarantino

mit: Leonardo DiCaprio (Rick Dalton) · Brad Pitt (Cliff Booth) · Margot Robbie (Sharon Tate) · Emile Hirsch (Jay Sebring) · Margaret Qualley (Pussycat)

USA 2019 | 161 Minuten | ab 16

Im Jahr 1969 neigt sich die Karriere eines amerikanischen Western-Darstellers ihrem Ende zu, sodass er sich samt seines langjährigen Stuntmans und besten Freundes für einen Italo-Western verpflichten lässt. Bei ihrer Rückkehr nach Hollywood geraten sie in das Massaker der Manson-Family auf dem benachbarten Besitz der Schauspielerin Sharon Tate. Eine legendenhafte Darstellung der späten 1960er-Jahre in einem akribisch rekonstruierten Hollywood, bei dem die Realität in Gestalt des Charles-Manson-Clans extrem gewalttätig in die Story einbricht, aber ebenfalls einen alternativen Ausgang erhält. Von Quentin Tarantino als Buddy-Movie alten Schlages und zugleich als mäanderndes Kaleidoskop von Ort und Zeit in zahlreichen Vignetten virtuos und vieldeutig inszeniert. - Sehenswert ab 16.

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Do 12. Dezember und Di 17. Dezember 17.30 und 20 Uhr
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Tel Aviv on Fire

Drama

Regie: Sameh Zoabi

mit: Kais Nashif (Salam Abbass) · Lubna Azabal (Tala / Manal aka Rachel) · Yaniv Biton (Kommandant Assi Tzur) · Maisa Abd Elhadi (Mariam) · Nadim Sawalha (Bassam)

Luxemburg/Belgien/Israel/Frankreich 2018 | 101 Minuten | ab 6

Schwarze Komödie um den Autor einer palästinensischen Fernsehserie, der den Anweisungen eines israelischen Militärs folgen muss und teils absurde Entwicklungen in die Vorabend-Serie um eine palästinensische Spionin zwischen zwei Männern hineinschreibt. Die Doppelung zwischen Handlungs- und Film-im-Film-Ebene bietet viel Raum für illustre Verwicklungen und entwirft kurzweilig-spielerische Alternativen zur realen politischen Situation. Der charmanten Mediensatire mangelt es allerdings mitunter an Präzision und einer klaren Konturierung der Figuren. - Ab 14.

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