Das Programm

Alle Filme laufen im CinePlanet5, Oldesloer Straße 34, Bad Segeberg (Tel.: 04551-7100).
Di 19. Februar 17.30 und 20 Uhr
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Loro – Die Verführten

Biopic

Regie: Paolo Sorrentino

mit: Toni Servillo (Silvio Berlusconi / Ennio Doris) · Elena Sofia Ricci (Veronica Lario) · Riccardo Scamarcio (Serfio Morra) · Kasia Smutniak (Kira) · Euridice Axen (Tamara)

Italien/Frankreich 2018 | 157 Minuten | ab 12

Ein windiger Zuhälter setzt in den 1990er-Jahren alles daran, die Aufmerksamkeit von Silvio Berlusconi zu gewinnen, und glaubt sich am Ziel, als er in der berüchtigten Villa des Politikers auf Sardinien eine der „Bunga-Bunga-Partys“ organisieren darf. Die Gesellschaftssatire entfaltet eine kollektive Fantasie sexualisierter Unterwerfung, in der die Würde gegen soziale Aufstiegsfantasien getauscht wird.

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Di 26. Februar 17.30 und 20 Uhr
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The Guilty

Kammerspiel

Regie: Gustav Möller

mit: Jakob Cedergren (Asger Holm) · Jessica Dinnage (Iben) · Omar Shargawi (Rashid) · Johan Olsen (Michael) · Jacob Lohmann (Bo)

Dänemark 2018 | 88 Minuten | ab 12

Ein Polizist in der Notrufzentrale von Kopenhagen nimmt den Anruf einer verängstigten Frau entgegen, die offenbar von ihrem Ex-Mann im Auto entführt wurde. Eigenmächtig versucht er, von seinem Telefonplatz aus den Wagen zu finden. Doch je tiefer er sich in diese Angelegenheit verwickeln lässt, desto mehr geraten seine moralischen Gewissheiten ins Wanken. Der auf engstem Raum spielende, höchst konzentrierte Thriller entwickelt seine enorme Spannung allein aus den dramatischen Entwicklungen am Telefon und dem fulminanten Spiel des Hauptdarstellers heraus. Vielschichtig nähert sich der Film dem Thema der Schuld, das auch dem Zuschauer den scheinbar sicheren Boden entzieht. - Sehenswert

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Di 5. März 17.30 und 20 Uhr
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Gegen den Strom

Drama

Regie: Benedikt Erlingsson

mit: Halldóra Geirharðsdóttir (Halla & Ása) · Jóhann Sigurðarson (Sveinbjörn) · Juan Camillo Roman Estrada (Juan Camillo) · Jörundur Ragnarsson (Baldvin) · Vala Kristin Eiriksdottir (Stefania)

Island/Frankreich/Ukraine 2018 | 101 Minuten | ab 6

Eine naturverbundene, eher unscheinbare Isländerin ist inkognito als knallharte Öko-Aktivistin unterwegs und sabotiert die expandierende Aluminiumindustrie durch gezielte Anschläge. Als ihr Antrag auf Adoption eines Kindes bewilligt wird, stellt sie ihre Guerilla-Aktionen in Frage. Die eigenwillige Tragikomödie porträtiert eine dickköpfige Protagonistin, die nicht länger tatenlos der Zerstörung des isländischen Hochlands zusehen will. Mit viel Witz und skurrilem Humor knüpft die Inszenierung an mythologische und filmhistorische Motive an und wandelt durch absurde Verfremdungen, einen gewagten Genre-Mix und die betörenden Bilder einer rauen Landschaft jenseits herkömmlicher Öko-Thriller-Routinen. - Sehenswert

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Di 12. März 17.30 und 20 Uhr
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25 km/h

Road Movie

Regie: Markus Goller

mit: Lars Eidinger (Christian) · Bjarne Mädel (Georg) · Franka Potente (Ute) · Alexandra Maria Lara (Ingrid) · Sandra Hüller (Tanja)

Deutschland 2018 | 116 Minuten | ab 6

Zwei höchst unterschiedliche Brüder, der eine ein schüchterner Tischler, der andere ein oberflächlicher Manager, treffen nach über 30 Jahren bei der Beerdigung ihres Vaters im Schwarzwald wieder aufeinander. Trotz Groll und Entfremdung entschließen sie sich, eine Idee umzusetzen, die sie als Teenager bewegt hat: auf dem Mofa quer durch Deutschland zu knattern, vom Marktplatz in Löchingen bis zum Timmendorfer Strand an der Ostsee. Unterhaltsames, mitunter sehr komisches Road Movie, das die Versatzstücke des Genres gegen den Strich bürstet und immer wieder mit optischem Slapstick überrascht, ohne die Wunden und Traumata der Vergangenheit aus den Augen zu verlieren. Die lebendig geschriebenen Dialoge werden von den beiden Hauptdarstellern spielfreudig interpretiert.

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Di 19. März 17.30 und 20 Uhr
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Werk ohne Autor

Drama

Regie: Florian Henckel von Donnersmarck

mit: Tom Schilling (Kurt Barnert) · Sebastian Koch (Prof. Carl Seeband) · Paula Beer (Elisabeth Seeband) · Ina Weisse (Martha Seeband) · Saskia Rosendahl (Elisabeth May)

Deutschland 2018 | 189 Minuten | ab 12

Ein junger Maler flieht kurz vor dem Mauerbau aus der DDR in die Bundesrepublik und verliebt sich in eine Studentin, deren Vater jedoch seine Kindheitstraumata aus der NS-Zeit befeuert, da dieser als Euthanasie-Arzt für den Tod der geliebten Tante verantwortlich war. Das mit gewaltigem Aufwand und viel deutscher Schauspiel-Prominenz in Szene gesetzte Künstlerdrama frei nach der Biografie von Gerhard Richter schlägt einen großen historischen Bogen durch drei Jahrzehnte deutscher (Unheils-)Geschichte.

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Di 26. März 17.30 und 20 Uhr
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#female pleasure

Dokumentarfilm

Regie: Barbara Miller

Schweiz/Deutschland 2018 | 101 Minuten | ab 12

Fünf Frauen aus unterschiedlichen Weltkulturen berichten über ihren schmerzhaften Weg, um sich von leib- und frauenfeindlichen Vorstellungen zu befreien, wie sie in den Traditionen ihrer jeweiligen Religion begründet sind. In der Verteufelung weiblicher Sexualität, aber meist auch in der Doppelmoral, mit der die Männer dies zu ihrem Vorteil umdeuten, finden sich viele Gemeinsamkeiten zwischen Christentum, Judentum, Islam, Buddhismus und Hinduismus. Der Mut der couragierten Protagonistinnen, aus diesen Strukturen auszubrechen, vermittelt ein starkes Aufbruchssignal und fordert zu einer intensiveren Gesellschafts- und Genderdebatte auf.

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Di 2. April 17.30 und 20 Uhr
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Dogman

Drama

Regie: Matteo Garrone

mit: Marcello Fonte (Marcello) · Edoardo Pesce (Simoncino) · Alida Baldari Calabria (Alida) · Nunzia Schiano (Simoncinos Mutter) · Adamo Dionisi (Franco)

Italien/Frankreich 2018 | 99 Minuten | ab 16

In einer allegorisch-stilisierten italienischen Küstenstadt kümmert sich ein Hundefriseur liebevoll um seine Tochter und pflegt mit Geduld und Sorgfalt die ihm anvertrauten Tiere. Doch dunkle Geschäfte mit einem befreundeten Kriminellen bringen seine ausbalancierte Existenz in eine Schieflage. In gänzlicher Verkennung der Verhältnisse stilisiert sich der Kleinkriminelle zu einer Art Erlöserfigur. Die beeindruckende Charakterstudie spart nicht mit Spott und Ironie und entwirft mit Elementen des Film noir ein gespenstisches Bild des krisengeschüttelten Landes.

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Di 9. April 17.30 und 20 Uhr
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Der Trafikant

Drama

Regie: Nikolaus Leytner

mit: Simon Morzé (Franz Huchel) · Bruno Ganz (Sigmund Freud) · Johannes Krisch (Otto Trsnjek) · Emma Drogunova (Anezka) · Karoline Eichhorn (Anna Freud)

Österreich/Deutschland 2018 | 114 Minuten | ab 12

Ein etwas verträumter 17-Jähriger aus dem Salzkammergut wird 1937 nach Wien geschickt, um in einer Trafik als Gehilfe zu arbeiten. Bald erlebt er aus nächster Nähe die Angriffe der Nazi-Anhänger, die seinen antifaschistischen Chef bedrohen, auch vor jüdischen Trafik-Kunden wie dem Psychoanalyse-Begründer Sigmund Freud nicht Halt machen und ihn selbst schließlich zu einer Positionierung zwingen. Verfilmung des gleichnamigen Romans von Robert Seethaler, die dessen Detailgenauigkeit weitgehend übertragen kann. In der Bebilderung der Nazi-Zeit eher konventionell und nicht immer geglückt, insgesamt aber insbesondere dank kongenialer Besetzung ein eindrücklicher Film. Pointiert vermittelt er die zeitlose Botschaft einer Unvereinbarkeit von Anstand und Gewissen mit Hass und Gewalt.

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