Das Programm

Alle Filme laufen im CinePlanet5, Oldesloer Straße 34, Bad Segeberg (Tel.: 04551-7100).
Di 22. Januar 17.30 und 20 Uhr
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Widows - Tödliche Witwen

Kriminalfilm

Regie: Steve McQueen

mit: Viola Davis (Veronica Rawlings) · Michelle Rodriguez (Linda Perell) · Elizabeth Debicki (Alice Gunner) · Cynthia Erivo (Belle) · Colin Farrell (Jack Mulligan)

USA/Großbritannien 2018 | 130 Minuten | ab 16

Bei einem spektakulären Bankraub in Chicago kommen die vier Gangster ums Leben, ihre Beute verbrennt. Der Eigentümer, ein lokaler Gangster, will allerdings sein Geld zurück, und so sehen sich die vier Witwen gezwungen, einen weiteren Raub nach Plänen des toten Bandenchefs durchzuführen. Der packende Thriller über einen großen Coup setzt auf rasante Action und nervenzerrende Spannung, thematisiert unterschwellig aber auch aktuelle Themen wie Korruption und eine gewalttätig-gierige Gesellschaft. Elegant inszeniert und von einem hervorragenden Schauspielensemble getragen

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Di 29. Januar 17.30 und 20 Uhr
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Astrid

Biopic

Regie: Pernille Fischer Christensen

mit: Alba August (Astrid) · Maria Bonnevie (Hanna) · Trine Dyrholm (Marie) · Henrik Rafaelsen (Blomberg) · Magnus Krepper (Samuel)

Schweden/Deutschland/Dänemark 2018 | 123 Minuten | ab 6

Biografischer Film über die Jugend und das Erwachsenwerden der schwedischen Schriftstellerin Astrid Lindgren, die als junge Zeitungsvolontärin schwanger wurde und ihren in Dänemark zur Welt gebrachten Sohn Lasse in die Obhut einer Pflegemutter geben musste. Die frühe Schwangerschaft und die traumatische Trennung von ihrem Kind identifiziert der in der Hauptrolle mit großer Natürlichkeit gespielte Film, als Quelle von Lindgrens literarischem Schaffen.

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Di 5. Februar 17.30 und 20 Uhr
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Der Affront

Drama

Regie: Ziad Doueiri

mit: Kamel El Basha (Yasser Abdallah Salameh) · Adel Karam (Toni Hanna) · Camille Salameh (Wajdi Wehbe) · Diamand Bou Abboud (Nadine Wehbe) · Rita Hayek (Shirine Hanna)

Libanon/Frankreich 2017 | 109 Minuten | ab 12

Ein libanesischer Christ und ein palästinensischer Vorarbeiter geraten in Beirut in einen Streit, der sich wechselseitig hochschaukelt, vor Gericht landet und Anlass zu bürgerkriegsähnlichen Ausschreitungen zwischen den beiden Volksgruppen wird. Hinter dem Starrsinn und der Unversöhnlichkeit der Kontrahenten, die von politischen Scharfmachern zusätzlich angeheizt wird, treten individuelle wie kollektive Traumata aus dem Bürgerkrieg (1975-1990) zutage. Der parabelhafte Film, der über weite Strecken im Gerichtssaal spielt, ist so wendungsreich wie spannend. Überdies bleibt er nicht bei den Rissen innerhalb der libanesischen Gesellschaft stehen, sondern deutet Wege an, wie sich die schwelenden Konflikte in einen rationalen Diskurs einbinden lassen.

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Di 12. Februar 17.30 und 20 Uhr
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Der Vorname

Drama

Regie: Sönke Wortmann

mit: Florian David Fitz (Thomas Böttcher) · Christoph Maria Herbst (Stephan Berger) · Caroline Peters (Elisabeth Berger-Böttcher) · Justus von Dohnanyi (René König) · Janina Uhse (Anna)

Deutschland 2018 | 91 Minuten | ab 6

Als ein werdender Vater bei einem Abendessen im Familienkreis ankündigt, sein Kind „Adolf“ nennen zu wollen, entzündet sich ein Streit über die moralische Fragwürdigkeit und mögliche Auswirkungen dieses Plans, der unterdrückte Animositäten, Geheimnisse und Vorwürfe ans Licht befördert. Neuverfilmung eines französischen Theatererfolgs, die durch die Übertragung nach Deutschland die politischen Aspekte der Namenswahl stärker betont.

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Di 19. Februar 17.30 und 20 Uhr
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Loro – Die Verführten

Biopic

Regie: Paolo Sorrentino

mit: Toni Servillo (Silvio Berlusconi / Ennio Doris) · Elena Sofia Ricci (Veronica Lario) · Riccardo Scamarcio (Serfio Morra) · Kasia Smutniak (Kira) · Euridice Axen (Tamara)

Italien/Frankreich 2018 | 157 Minuten | ab 12

Ein windiger Zuhälter setzt in den 1990er-Jahren alles daran, die Aufmerksamkeit von Silvio Berlusconi zu gewinnen, und glaubt sich am Ziel, als er in der berüchtigten Villa des Politikers auf Sardinien eine der „Bunga-Bunga-Partys“ organisieren darf. Die Gesellschaftssatire entfaltet eine kollektive Fantasie sexualisierter Unterwerfung, in der die Würde gegen soziale Aufstiegsfantasien getauscht wird.

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Di 26. Februar 17.30 und 20 Uhr
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The Guilty

Kammerspiel

Regie: Gustav Möller

mit: Jakob Cedergren (Asger Holm) · Jessica Dinnage (Iben) · Omar Shargawi (Rashid) · Johan Olsen (Michael) · Jacob Lohmann (Bo)

Dänemark 2018 | 88 Minuten | ab 12

Ein Polizist in der Notrufzentrale von Kopenhagen nimmt den Anruf einer verängstigten Frau entgegen, die offenbar von ihrem Ex-Mann im Auto entführt wurde. Eigenmächtig versucht er, von seinem Telefonplatz aus den Wagen zu finden. Doch je tiefer er sich in diese Angelegenheit verwickeln lässt, desto mehr geraten seine moralischen Gewissheiten ins Wanken. Der auf engstem Raum spielende, höchst konzentrierte Thriller entwickelt seine enorme Spannung allein aus den dramatischen Entwicklungen am Telefon und dem fulminanten Spiel des Hauptdarstellers heraus. Vielschichtig nähert sich der Film dem Thema der Schuld, das auch dem Zuschauer den scheinbar sicheren Boden entzieht. - Sehenswert

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Di 5. März 17.30 und 20 Uhr
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Gegen den Strom

Drama

Regie: Benedikt Erlingsson

mit: Halldóra Geirharðsdóttir (Halla & Ása) · Jóhann Sigurðarson (Sveinbjörn) · Juan Camillo Roman Estrada (Juan Camillo) · Jörundur Ragnarsson (Baldvin) · Vala Kristin Eiriksdottir (Stefania)

Island/Frankreich/Ukraine 2018 | 101 Minuten | ab 6

Eine naturverbundene, eher unscheinbare Isländerin ist inkognito als knallharte Öko-Aktivistin unterwegs und sabotiert die expandierende Aluminiumindustrie durch gezielte Anschläge. Als ihr Antrag auf Adoption eines Kindes bewilligt wird, stellt sie ihre Guerilla-Aktionen in Frage. Die eigenwillige Tragikomödie porträtiert eine dickköpfige Protagonistin, die nicht länger tatenlos der Zerstörung des isländischen Hochlands zusehen will. Mit viel Witz und skurrilem Humor knüpft die Inszenierung an mythologische und filmhistorische Motive an und wandelt durch absurde Verfremdungen, einen gewagten Genre-Mix und die betörenden Bilder einer rauen Landschaft jenseits herkömmlicher Öko-Thriller-Routinen. - Sehenswert

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Di 12. März 17.30 und 20 Uhr
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25 km/h

Road Movie

Regie: Markus Goller

mit: Lars Eidinger (Christian) · Bjarne Mädel (Georg) · Franka Potente (Ute) · Alexandra Maria Lara (Ingrid) · Sandra Hüller (Tanja)

Deutschland 2018 | 116 Minuten | ab 6

Zwei höchst unterschiedliche Brüder, der eine ein schüchterner Tischler, der andere ein oberflächlicher Manager, treffen nach über 30 Jahren bei der Beerdigung ihres Vaters im Schwarzwald wieder aufeinander. Trotz Groll und Entfremdung entschließen sie sich, eine Idee umzusetzen, die sie als Teenager bewegt hat: auf dem Mofa quer durch Deutschland zu knattern, vom Marktplatz in Löchingen bis zum Timmendorfer Strand an der Ostsee. Unterhaltsames, mitunter sehr komisches Road Movie, das die Versatzstücke des Genres gegen den Strich bürstet und immer wieder mit optischem Slapstick überrascht, ohne die Wunden und Traumata der Vergangenheit aus den Augen zu verlieren. Die lebendig geschriebenen Dialoge werden von den beiden Hauptdarstellern spielfreudig interpretiert.

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Di 19. März 17.30 und 20 Uhr
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Werk ohne Autor

Drama

Regie: Florian Henckel von Donnersmarck

mit: Tom Schilling (Kurt Barnert) · Sebastian Koch (Prof. Carl Seeband) · Paula Beer (Elisabeth Seeband) · Ina Weisse (Martha Seeband) · Saskia Rosendahl (Elisabeth May)

Deutschland 2018 | 189 Minuten | ab 12

Ein junger Maler flieht kurz vor dem Mauerbau aus der DDR in die Bundesrepublik und verliebt sich in eine Studentin, deren Vater jedoch seine Kindheitstraumata aus der NS-Zeit befeuert, da dieser als Euthanasie-Arzt für den Tod der geliebten Tante verantwortlich war. Das mit gewaltigem Aufwand und viel deutscher Schauspiel-Prominenz in Szene gesetzte Künstlerdrama frei nach der Biografie von Gerhard Richter schlägt einen großen historischen Bogen durch drei Jahrzehnte deutscher (Unheils-)Geschichte.

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Di 26. März 17.30 und 20 Uhr
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#female pleasure

Dokumentarfilm

Regie: Barbara Miller

Schweiz/Deutschland 2018 | 101 Minuten | ab 12

Fünf Frauen aus unterschiedlichen Weltkulturen berichten über ihren schmerzhaften Weg, um sich von leib- und frauenfeindlichen Vorstellungen zu befreien, wie sie in den Traditionen ihrer jeweiligen Religion begründet sind. In der Verteufelung weiblicher Sexualität, aber meist auch in der Doppelmoral, mit der die Männer dies zu ihrem Vorteil umdeuten, finden sich viele Gemeinsamkeiten zwischen Christentum, Judentum, Islam, Buddhismus und Hinduismus. Der Mut der couragierten Protagonistinnen, aus diesen Strukturen auszubrechen, vermittelt ein starkes Aufbruchssignal und fordert zu einer intensiveren Gesellschafts- und Genderdebatte auf.

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Di 2. April 17.30 und 20 Uhr
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Dogman

Drama

Regie: Matteo Garrone

mit: Marcello Fonte (Marcello) · Edoardo Pesce (Simoncino) · Alida Baldari Calabria (Alida) · Nunzia Schiano (Simoncinos Mutter) · Adamo Dionisi (Franco)

Italien/Frankreich 2018 | 99 Minuten | ab 16

In einer allegorisch-stilisierten italienischen Küstenstadt kümmert sich ein Hundefriseur liebevoll um seine Tochter und pflegt mit Geduld und Sorgfalt die ihm anvertrauten Tiere. Doch dunkle Geschäfte mit einem befreundeten Kriminellen bringen seine ausbalancierte Existenz in eine Schieflage. In gänzlicher Verkennung der Verhältnisse stilisiert sich der Kleinkriminelle zu einer Art Erlöserfigur. Die beeindruckende Charakterstudie spart nicht mit Spott und Ironie und entwirft mit Elementen des Film noir ein gespenstisches Bild des krisengeschüttelten Landes.

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Di 9. April 17.30 und 20 Uhr
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Der Trafikant

Drama

Regie: Nikolaus Leytner

mit: Simon Morzé (Franz Huchel) · Bruno Ganz (Sigmund Freud) · Johannes Krisch (Otto Trsnjek) · Emma Drogunova (Anezka) · Karoline Eichhorn (Anna Freud)

Österreich/Deutschland 2018 | 114 Minuten | ab 12

Ein etwas verträumter 17-Jähriger aus dem Salzkammergut wird 1937 nach Wien geschickt, um in einer Trafik als Gehilfe zu arbeiten. Bald erlebt er aus nächster Nähe die Angriffe der Nazi-Anhänger, die seinen antifaschistischen Chef bedrohen, auch vor jüdischen Trafik-Kunden wie dem Psychoanalyse-Begründer Sigmund Freud nicht Halt machen und ihn selbst schließlich zu einer Positionierung zwingen. Verfilmung des gleichnamigen Romans von Robert Seethaler, die dessen Detailgenauigkeit weitgehend übertragen kann. In der Bebilderung der Nazi-Zeit eher konventionell und nicht immer geglückt, insgesamt aber insbesondere dank kongenialer Besetzung ein eindrücklicher Film. Pointiert vermittelt er die zeitlose Botschaft einer Unvereinbarkeit von Anstand und Gewissen mit Hass und Gewalt.

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