Das Programm

Alle Filme laufen im CinePlanet5, Oldesloer Straße 34, Bad Segeberg (Tel.: 04551-7100).
Di 26. März 17.30 und 20 Uhr
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#female pleasure

Dokumentarfilm

Regie: Barbara Miller

Schweiz/Deutschland 2018 | 101 Minuten | ab 12

Fünf Frauen aus unterschiedlichen Weltkulturen berichten über ihren schmerzhaften Weg, um sich von leib- und frauenfeindlichen Vorstellungen zu befreien, wie sie in den Traditionen ihrer jeweiligen Religion begründet sind. In der Verteufelung weiblicher Sexualität, aber meist auch in der Doppelmoral, mit der die Männer dies zu ihrem Vorteil umdeuten, finden sich viele Gemeinsamkeiten zwischen Christentum, Judentum, Islam, Buddhismus und Hinduismus. Der Mut der couragierten Protagonistinnen, aus diesen Strukturen auszubrechen, vermittelt ein starkes Aufbruchssignal und fordert zu einer intensiveren Gesellschafts- und Genderdebatte auf.

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Di 2. April 17.30 und 20 Uhr
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Dogman

Drama

Regie: Matteo Garrone

mit: Marcello Fonte (Marcello) · Edoardo Pesce (Simoncino) · Alida Baldari Calabria (Alida) · Nunzia Schiano (Simoncinos Mutter) · Adamo Dionisi (Franco)

Italien/Frankreich 2018 | 99 Minuten | ab 16

In einer allegorisch-stilisierten italienischen Küstenstadt kümmert sich ein Hundefriseur liebevoll um seine Tochter und pflegt mit Geduld und Sorgfalt die ihm anvertrauten Tiere. Doch dunkle Geschäfte mit einem befreundeten Kriminellen bringen seine ausbalancierte Existenz in eine Schieflage. In gänzlicher Verkennung der Verhältnisse stilisiert sich der Kleinkriminelle zu einer Art Erlöserfigur. Die beeindruckende Charakterstudie spart nicht mit Spott und Ironie und entwirft mit Elementen des Film noir ein gespenstisches Bild des krisengeschüttelten Landes.

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Di 9. April 17.30 und 20 Uhr
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Der Trafikant

Drama

Regie: Nikolaus Leytner

mit: Simon Morzé (Franz Huchel) · Bruno Ganz (Sigmund Freud) · Johannes Krisch (Otto Trsnjek) · Emma Drogunova (Anezka) · Karoline Eichhorn (Anna Freud)

Österreich/Deutschland 2018 | 114 Minuten | ab 12

Ein etwas verträumter 17-Jähriger aus dem Salzkammergut wird 1937 nach Wien geschickt, um in einer Trafik als Gehilfe zu arbeiten. Bald erlebt er aus nächster Nähe die Angriffe der Nazi-Anhänger, die seinen antifaschistischen Chef bedrohen, auch vor jüdischen Trafik-Kunden wie dem Psychoanalyse-Begründer Sigmund Freud nicht Halt machen und ihn selbst schließlich zu einer Positionierung zwingen. Verfilmung des gleichnamigen Romans von Robert Seethaler, die dessen Detailgenauigkeit weitgehend übertragen kann. In der Bebilderung der Nazi-Zeit eher konventionell und nicht immer geglückt, insgesamt aber insbesondere dank kongenialer Besetzung ein eindrücklicher Film. Pointiert vermittelt er die zeitlose Botschaft einer Unvereinbarkeit von Anstand und Gewissen mit Hass und Gewalt.

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Di 16. April 17.30 und 20 Uhr
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Der Junge muss an die frische Luft

Regie: Caroline Link

mit: Julius Weckauf (Hape Kerkeling) · Luise Heyer (Mutter Margret) · Sönke Möhring (Vater Heinz) · Joachim Król (Opa Willi) · Ursula Werner (Oma Bertha)

Deutschland 2018 | 100 Minuten | ab 6

Verfilmung eines autobiografischen Romans von Hape Kerkeling, die von der Kindheit des Entertainers im Ruhrgebiet der 1970er-Jahre erzählt. Diese wird stark von der psychischen Erkrankung seiner Mutter geprägt, deren Depressionen der Junge durch humoristische Imitationen, Sketche und Gesangseinlagen aufzuhellen versucht.

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Di 23. April 17.30 und 20 Uhr
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Capernaum - Stadt der Hoffnung

Drama

Regie: Nadine Labaki

mit: Zain Al Rafeea (Zain) · Yordanos Shiferaw (Rahil) · Boluwatife Treasure Bankole (Yonas) · Kawther Al Haddad (Souad) · Fadi Kamel Youssef (Selim)

Libanon/Frankreich/USA 2018 | 126 Minuten | ab 12

Dokumentarisch anmutender Spielfilm über einen zwölfjährigen Straßenjungen aus einem Armenviertel in Beirut, der bei einer Flüchtlingsfrau aus Äthiopien Unterschlupf findet und sich um deren kleinen Jungen kümmert. Als die Mutter nicht mehr auftaucht, ist er mit dem Kind auf sich gestellt. Mit großer Zugewandtheit, aber relativ nüchtern schildert das auf intensiven Recherchen beruhende Drama den ausweglosen Kampf ums Überleben. Der von einer großen Menschlichkeit getragene Film konfrontiert mit erschütterndem Elend, hält Sentimentalität wie Zynismus aber gleichermaßen auf Distanz. Ein ebenso bewegender wie kluger, weitgehend von Laienschauspielern grandios gespielter Film. - Sehenswert

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Di 30. April 17.30 und 20 Uhr
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Vice - Der zweite Mann

Biopic

Regie: Adam McKay

mit: Christian Bale (Dick Cheney) · Amy Adams (Lynne Cheney) · Steve Carell (Donald Rumsfeld) · Sam Rockwell (George W. Bush) · Alison Pill (Mary Cheney)

USA 2018 | 134 Minuten | ab 12

Kritisches Filmporträt des US-Politikers Richard „Dick“ Cheney, der von den 1960er-Jahren an in republikanischen Regierungen die Politik der USA mitprägte und vor allem als Vizepräsident (2001-2009) zahlreiche fatale Entscheidungen verantwortete. Der differenzierte Film folgt Cheneys Lebens- und Berufsstationen weitgehend chronologisch, stellt sie aber durch Kommentare, Bildmontagen und surreale Illusionsbrüche in einen größeren Zusammenhang. Dadurch weitet sich das formal und darstellerisch brillante Werk zur bitteren Satire auf ein über Jahrzehnte aufgebautes System, in der neben skrupellosen Machtmenschen auch geistig träge Wähler aufs Korn genommen werden. - Sehenswert

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Di 7. Mai 17.30 und 20 Uhr
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Ben is Back

Regie: Peter Hedge

mit:

Produktionsland

USA

Produktionsjahr

2018

Regie

Peter Hedges

Buch

Peter Hedges

Kamera

Ian Blume

Musik

Dickon Hinchliffe

Schnitt

Ian Blume Darsteller

Julia Roberts (Holly Burns) · Lucas Hedges (Ben Burns) · Courtney B. Vance (Neal Beeby) · Kathryn Newton (Ivy Burns) · Rachel Bay Jones (Beth Conyers)

USA 2018 | 103 Minuten | ab 12

Ein drogenabhängiger junger Mann kehrt an Weihnachten überraschend nach Hause zurück, was für Spannungen innerhalb der Patchwork-Familie sorgt. Als an Heiligabend der Hund entführt wird, machen sich Mutter und Sohn gemeinsam auf die Suche. Die nächtliche Tour enthüllt das ganze Ausmaß der Drogensucht und ihrer zerstörerischen Verstrickungen, spiegelt aber auch eine unerschütterliche Mutterliebe wider. Das intime Familiendrama glänzt mit überzeugenden Ensemble-Szenen, in denen zwischenmenschliche Beziehungen präzise ausgeleuchtet werden.

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Di 14. Mai 17.30 und 20 Uhr
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Shoplifters - Familienbande

Drama

Regie: Hirokazu Kore-eda

mit: Lily Franky (Osamu Shibata) · Sakura Ando (Nobuyo Shibata) · Mayu Matsuoka (Aki Shibata) · Kirin Kiki (Hatsue Shibata) · Kairi Jyo (Shota Shibata)

Japan 2018 | 122 Minuten | ab 12

Eine am Rande von Tokio wohnende Gruppe von Menschen hält sich mit kargen Einkünften und kleinen Diebstählen über Wasser. Trotz der Enge nehmen sie auch noch ein vernachlässigtes Mädchen bei sich auf, das neben der warmherzigen Gemeinschaft allerdings bald auch die kleinkriminellen Handlungen der Patchwork-Familie kennenlernt. Das mit meisterlicher Beiläufigkeit inszenierte, humorvolle Drama malt mit großer Einfühlsamkeit, aber ohne jeden Armutskitsch das Modell einer auf Zuneigung gründenden Familie aus, die gemeinsam den Härten des Daseins trotzt. Ohne zu moralisieren, sammelt der Film Impressionen eines gegenwärtigen Japan ein, in dem das Verhalten der Figuren kaum Alternativen zu haben scheint. - Sehenswert

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Di 21. Mai 17.30 und 20 Uhr
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Beale Street

Drama

Regie: Barry Jenkins

mit: Kiki Layne (Tish Rivers) · Stephan James (Alonzo "Fonny" Hunt) · Regina King (Sharon Rivers) · Teyonah Parris (Ernestine Rivers) · Colman Domingo (Joseph Rivers)

USA 2018 | 120 Minuten | ab 12

In den 1970er-Jahren wird ein afroamerikanisches Liebespaar aus New York durch die ungerechtfertigte Inhaftierung des Mannes mit den Vorurteilen seiner Umgebung konfrontiert. Die nach einem Roman von James Baldwin in bemerkenswert unkonfrontativem, aber umso berührenderem Stil erzählte Geschichte über das Schicksal eines jungen Paares zeichnet ein mit viel Wärme entworfenes Porträt des Lebens in einer von Rassismus beeinflussten Welt. Lange Einstellungen, steter Blickkontakt und in die Kamera gesprochene Dialoge verleihen der mit der gesellschaftlichen Realität durchsetzten Romanze eine lyrisch-intensive Qualität. - Sehenswert

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Di 28. Mai 17.30 und 20 Uhr
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Die Berufung - Ihr Kampf für Gerechtigkeit

Biopic

Regie: Mimi Leder

mit: Felicity Jones (Ruth Bader Ginsburg) · Armie Hammer (Martin Ginsburg) · Justin Theroux (Mel Wulf) · Sam Waterston (Erwin Griswold) · Kathy Bates (Dorothy Kenyon)

USA 2018 | 121 Minuten

Fiktionalisiertes Drama über die frühe Karriere der späteren US-Richterin am Obersten Gerichtshof Ruth Bader Ginsburg, in dem ihr lebenslanger Kampf um die juristische Gleichberechtigung der Geschlechter glaubwürdig herausgearbeitet wird.

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Di 4. Juni 17.30 und 20 Uhr
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Bohemian Rhapsody

Regie: Bryan Singer

mit: Rami Malek (Freddie Mercury) · Lucy Boynton (Mary Austin) · Gwilym Lee (Brian May) · Ben Hardy (Roger Taylor) · Joseph Mazzello (John Deacon)

USA/Großbritannien 2018 | 135 Minuten | ab 6

In den 1970er-Jahren schließen sich vier britische Musiker zur Rockband „Queen“ zusammen und steigen bald zu einer der erfolgreichsten Gruppen der Musikgeschichte auf. Ihrem exaltierten Frontmann Freddie Mercury steigt der Ruhm dabei allerdings zu Kopf, sodass er sich eine jahrelange Auszeit nimmt, bevor er sich für das „Live Aid“-Konzert 1985 noch einmal mit der Band vereint. Eingängige, unterhaltsame Filmbiografie über die Genese der Band und ihres Leadsängers, die vor allem die zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen den Musikern und die Ränkespiele im Hintergrund thematisiert. Das Phänomen Queen wird daneben nur oberflächlich gestreift, vermittelt sich aber durch die mitreißenden Musiknummern.

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Di 11. Juni 17.30 und 20 Uhr
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Mid90s

Drama

Regie: Jonah Hill

mit: Sunny Suljic (Stevie) · Katherine Waterston (Dabney) · Lucas Hedges (Ian) · Na-kel Smith (Ray) · Olan Prenatt (Fuckshit)

USA 2018 | 85 Minuten | ab 12

Los Angeles in den 1990er-Jahren. Ein 13-jähriger Junge ist kein Kind mehr, hat sich aber noch nicht als Teenager gefunden. Als er sich mit Heranwachsenden aus einem örtlichen Skaterladen anfreundet, eröffnet sich ihm eine bislang unbekannte Welt mit Alkohol, Marihuana, Ärger mit der Polizei und ersten sexuellen Erfahrungen. Mit neuem Selbstbewusstsein kann er sich aus seiner familiären Umklammerung lösen. Der formal ambitionierte, liebevoll erzählte und sorgfältig gestaltete Film handelt von Identitätsfindung und sozialer Zugehörigkeit.

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Di 18. Juni 17.30 und 20 Uhr
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The Favourite - Intrigen und Irrsinn

Biopic

Regie: Yorgos Lanthimos

mit: Olivia Colman (Königin Anne) · Emma Stone (Abigail Masham) · Rachel Weisz (Lady Sarah Churchill) · Nicholas Hoult (Robert Harley) · Joe Alwyn (Samuel Masham)

Großbritannien/Irland/USA 2018 | 120 Minuten | ab 12

Die britische Königin Anne Stuart (1665-1714) wird seit Jahren von der Herzogin von Marlborough durch Zuneigung, Sex und den Mut, auch in schwierigen Momenten die Wahrheit zu sagen, bei Laune gehalten. Als Gegenleistung folgt die Herrscherin weitgehend den Vorschlägen ihrer Favoritin. Diese bewährte Balance gerät aus dem Gleichgewicht, als sich eine Zofe anschickt, der neue Liebling der Königin zu werden. Mit opulenten Bildern und einer von surrealer Dekadenz geprägten Atmosphäre entfesselt der kunstvoll dekonstruierte Historienfilm das Ringen zwischen drei Frauen, dessen Verbissenheit mal Heiterkeit, mal Verstörung hervorruft. - Sehenswert

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Di 25. Juni 17.30 und 20 Uhr
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Green Book - Eine besondere Freundschaft

Biopic

Regie: Peter Farrelly

mit: Viggo Mortensen (Frank "Tony Lip" Vallelonga) · Mahershala Ali ("Doc" Don Shirley) · Linda Cardellini (Dolores Vallelonga) · Dimiter D. Marinov (Oleg) · Mike Hatton (George)

USA 2018 | 131 Minuten | ab 6

Im Jahr 1962 engagiert ein kultivierter schwarzer Pianist einen proletenhaften italienischstämmigen Chauffeur für eine Konzerttour durch die US-Südstaaten, wo Rassismus, Diskriminierung und Gewalt gegen Schwarze an der Tagesordnung sind. Die auf einer realen Begebenheit beruhende Tragikomödie skizziert die Annäherung und Freundschaft zweier gegensätzlicher Charaktere, ohne die bitteren Seiten, Zynismus, Hass und Häme, zu unterschlagen. Das von zwei herausragenden Darstellern und einem warmherzigen Humor getragene Road Movie skizziert einen Lernprozess in beide Richtungen, der Aktualisierungen meidet, aber die Verachtung des schwarzen Körpers schmerzhaft spürbar macht. - Sehenswert

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Di 2. Juli 17.30 und 20 Uhr
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Yuli

Biopic

Regie: Icíar Bollaín

mit: Carlos Acosta (Carlos Acosta) · Santiago Alfonso (Pedro) · Edilson Manuel Olbera Núñez (Carlos Acosta (Kind)) · Keyvin Martínez (Carlos Acosta (jung)) · Laura de la Uz (Chery)

Spanien/Großbritannien/Deutschland/Kuba 2018 | 110 Minuten | ab 6

Die Lebensgeschichte des kubanischen Balletttänzers Carlos Acosta, der als Choreograf am Royal Ballet in London weltbekannt wurde. In einer Mischung aus semidokumentarischen Szenen, Traum und Erinnerung rekapituliert der Film nicht nur den Weg des kleinen Straßenjungen aus Havanna zum internationalen Tanzstar, sondern erzählt parallel dazu auch vom langsamen Niedergang des kubanischen Sozialismus.

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