Das Programm

Alle Filme laufen im CinePlanet5, Oldesloer Straße 34, Bad Segeberg (Tel.: 04551-7100).
Di 22. Mai 17.30 und 20 Uhr
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Der Hauptmann

Drama | Historienfilm | Kriegsfilm

Regie: Robert Schwentke

mit: Max Hubacher (Willi Herold) · Milan Peschel (Freytag) · Frederick Lau (Kipinski) · Bernd Hölscher (Schütte) · Waldemar Kobus (Lagerleiter Hansen)

Deutschland/Polen/Portugal/Frankreich 2017, 16 ab , 119 min.

Im April 1945 schart ein Gefreiter in der Uniform eines Hauptmanns eine Gruppe versprengter Soldaten um sich und verbreitet in der norddeutschen Provinz mit dem Standrecht Angst und Schrecken. In einem Lager werden Strafgefangene willkürlich abgeschlachtet, später zieht die Soldateska marodierend weiter. Nach historischen Vorkommnissen zeichnet das stark stilisierte und in kontrastreichem Schwarz-weiß gefilmte Drama die mysteriöse Selbstermächtigung des Anführers als mörderische Köpenickiade, wobei die Inszenierung die Motivation der Hauptfigur bewusst vage lässt.

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Di 29. Mai 17.30 und 20 Uhr
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Three Billboards Outside Ebbing, Missouri

Drama | Komödie | Kriminalfilm

Regie: Martin McDonagh

mit: Frances McDormand (Mildred Hayes) · Woody Harrelson (Sheriff Bill Willoughby) · Sam Rockwell (Officer Jason Dixon) · Abbie Cornish (Anne Willoughby) · John Hawkes (Charlie)

Großbritannien/USA 2017, ab 12, 116 min.

Eine über den Mord an ihrer Tochter verbitterte Frau klagt den örtlichen Polizeichef auf drei großen Werbetafeln der Untätigkeit an, was in der Kleinstadt für Aufruhr sorgt und in einen erbitterten Kleinkrieg mündet. Eine meisterliche Mischung aus Rachethriller, Drama und lakonischer Komödie, in der die eskalierenden Konflikte mit schwarzem Humor und einigen Gewaltspitzen entfaltet werden. In dem Maße, wie die Hintergründe der Figuren deutlicher werden, wandelt sich der Film aber zum berührenden Drama, in dem es weniger um Rache als darum geht, untereinander und für sich selbst so etwas wie Gnade walten zu lassen.

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Di 5. Juni 17.30 und 20 Uhr
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Thelma

Drama | Fantasyfilm

Regie: Joachim Trier

mit: Eili Harboe (Thelma) · Kaya Wilkins (Anja) · Henrik Rafaelsen (Trond) · Ellen Dorrit Petersen (Unni) · Grethe Eltervåg (Thelma mit 6 Jahren)

Norwegen/Frankreich/Dänemark/Schweden 2017, ab 12, 116 min.

Eine junge, schüchterne Frau nimmt in Oslo ein Biologiestudium auf, wo sie von ihren streng religiösen, ihr aber sehr zugewandten Eltern ständig angerufen wird. Als sie sich der elterlichen Kontrolle entzieht, studentische Freiheiten genießt und in eine Kommilitonin verliebt, erleidet sie einen epileptischen Anfall, dessen Ursachen sich medizinisch nicht aufklären lassen. Das durchgängig aus der Perspektive der überforderten Protagonistin erzählte Drama spielt mit filmgeschichtlichen Anleihen und Elementen aus dem Horrorgenre, handelt mit großer Ernsthaftigkeit aber auch von Einsamkeit und unbestimmten Ängsten.

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Di 12. Juni 17.30 und 20 Uhr
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Transit

Drama | Historienfilm | Literaturverfilmung

Regie: Christian Petzold

mit: Franz Rogowski (Georg) · Paula Beer (Marie) · Godehard Giese (Richard) · Lilien Batman (Driss) · Maryam Zaree (Melissa)

Deutschland/Frankreich 2018, ab 12, 101 min.

Freie Adaption von Anna Seghers’ gleichnamigem Roman (1944) um das Schicksal von Flüchtlingen vor dem NS-Regime, die in Marseille auf eine Schiffspassage nach Übersee hoffen, bevor die Deutschen in der Stadt einmarschieren. Regisseur Christian Petzold spielt hintersinnig mit den Zeitebenen, indem er die Adaption, was Dialoge und Handlung angeht, zwar in den 1940er-Jahren ansiedelt, jedoch gegenwärtige Kostüme und Schauplätze einsetzt. Die Geschichte um einen jungen Deutschen, der die Identität eines toten Schriftstellers annimmt, um dessen Transit-Visum nutzen zu können, und sich beim Warten in Marseille in dessen Frau verliebt, entwickelt so vielfältige Bezüge: Zu Seghers’ Text, zum Werk von Christian Petzold, dessen Motive sich in dem Stoff wiederfinden, und zur gegenwärtigen Situation in Europa in Zeiten der Flüchtlingskrise. Eine ebenso kluge wie dank guter Darsteller ergreifende Aktualisierung des historischen Stoffs.

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Di 19. Juni 17.30 und 20 Uhr
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Shape of Water

Drama | Fantasyfilm

Regie: Guillermo del Toro

mit: Sally Hawkins (Elisa Esposito) · Michael Shannon (Strickland) · Richard Jenkins (Giles) · Doug Jones (Amphibienmann) · Michael Stuhlbarg (Hoffstetler)

USA 2017, ab 16, 123 min.

Eine gehörlose Putzfrau freundet sich in den frühen 1960er-Jahren in einem US-Geheimlabor mit einem Amphibienwesen an, das dort gefangen gehalten wird. Mit Hilfe einer Kollegin und ihres Nachbarn will sie den Wassermann aus den Händen des Militärs befreien. Das an Jack Arnolds B-Monsterfilm „Der Schrecken des Amazonas“ (1954) angelehnte Drama glänzt durch poetische Erfindungskraft, eine raffinierte Dramaturgie und grandiose Darsteller. Mit Poesie und Liebe soll darin der Zynismus kalter Bürokraten überwunden werden. Ein märchenhaftes Filmjuwel, das durch sein historisches Setting und ein simples Gut-Böse-Schema aber kaum kritisches Potenzial entfaltet.

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Di 26. Juni 17.30 und 20 Uhr
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Zwei Herren im Anzug

Drama | Historienfilm | Literaturverfilmung

Regie: Josef Bierbichler

mit: Josef Bierbichler (Pankraz / Seewirt) · Martina Gedeck (Theres) · Simon Donatz (junger Pankraz / erwachsener Semi) · Irm Hermann (Philomena) · Sarah Camp (Hertha)

Deutschland 2017, ab 12, 139 min.

Im Sommer 1984 sitzen ein Wirt und sein erwachsener Sohn nach der Beerdigung der Mutter im Gasthaus der Familie am See zusammen. Stockend entspinnt sich zwischen den Männern ein Gespräch, über das Verhältnis zueinander und die Vergangenheit von drei Generationen der Familie und was davon noch in Erinnerung ist. Eine wuchtige, mitunter lakonisch-komische Familiensaga von und mit Josef Bierbichler aus dem bäuerlich-katholischen Milieu Süddeutschlands. Aus den verschiedenen Geschichten verdichtet sich ein Zeitengemälde, das tief in Bayern verortet und zugleich universell ist und u.a. von der Nazivergangenheit, Bigotterie, dem Bruch zwischen den Generationen und den Nachwirkungen von Missbrauch handelt.

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Di 3. Juli 17.30 und 20 Uhr
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Lucky

Drama

Regie: John Carroll Lynch

mit: Harry Dean Stanton (Lucky) · David Lynch (Howard) · Ron Livingston (Bobby Laurence) · Ed Begley jr. (Dr. Christian Kneedler) · Tom Skerritt (Fred)

USA 2017, 88 min.

Vignetten aus dem Leben eines alten Mannes in der Wüste von Arizona, die sich zu einem bewegenden Porträt eines Menschen verdichten, der es gelernt hat, mit der Einsamkeit und dem Bewusstsein der Sterblichkeit umzugehen. Ein gänzlich unpathetischer, zu den Wurzeln der Existenz vordringender wortkarger Film, in dem die Furcht vor dem Tod der gelassenen Akzeptanz täglicher Rituale weicht.

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Di 10. Juli 17.30 und 20 Uhr
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Das Leuchten der Erinnerung

Drama | Literaturverfilmung

Regie: Paolo Virzì

mit: Helen Mirren (Ella Spencer) · Donald Sutherland (John Spencer) · Christian McKay (Will Spencer) · Janel Moloney (Jane Spencer) · Dana Ivey (Lillian)

Italien/USA 2017, ab 12, 113 min.

Ein altes Ehepaar entflieht der Fürsorge seiner erwachsenen Kinder, die den dementen Vater in einer Pflegeeinrichtung unterbringen wollen, und macht sich mit einem Campingbus auf eine Reise in den Süden der USA. Während die beiden für sie wichtige Orte aufsuchen, genießen sie ihre Zusammengehörigkeit, die durch immer größer werdende Gedächtnislücken des Mannes zu erodieren droht. Road Movie mit brillanten Hauptdarstellern, in dem die melancholische Reflexion übers Altern und Loslassen von humorvollen Momenten aufgelockert wird.

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Di 17. Juli 17.30 und 20 Uhr
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Das schweigende Klassenzimmer

Drama | Historienfilm

Regie: Lars Kraume

mit: Leonard Scheicher (Theo Lemke) · Tom Gramenz (Kurt Wächter) · Lena Klenke (Lena) · Jonas Dassler (Erik Babinski) · Isaiah Michalski (Paul)

Deutschland 2017, ab 12, 111 min.

Im Oktober 1956 erfahren zwei Abiturienten aus Eisenhüttenstadt bei einem Besuch in Westberlin von den Unruhen in Ungarn. Als der Aufstand blutig niedergeschlagen wird, organisieren sie eine Schweigeminute in ihrer Klasse, was massive Repressionen der DDR-Behörden nach sich zieht. Das mit viel Feingefühl inszenierte Drama konzentriert sich auf die Gewissensnot der Jugendlichen, die den Namen der Rädelsführer verraten sollen, wenn sie zum Abitur und zum Studium zugelassen werden wollen. Ihre Figuren sind als komplexe Charaktere angelegt, was ihr moralisches Dilemma umso glaubwürdiger und die Fragen nach Integrität, Haltung und Widerstand als zeitlose Themen ansichtig macht.

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Di 24. Juli 17.30 und 20 Uhr
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I, Tonya

Biopic | Drama | Sportfilm

Regie: Craig Gillespie

mit: Margot Robbie (Tonya Harding) · Sebastian Stan (Jeff Gillooly) · Allison Janney (LaVona Fay Golden) · Julianne Nicholson (Diane Rawlinson) · Caitlin Carver (Nancy Kerrigan)

USA 2017, ab 12, 120 min.

Die Lebensgeschichte der Eiskunstläuferin Tonya Harding von ihrer Kindheit über ihre Erfolge auf dem Eis bis zum bitteren Ende als Beteiligte an einem Anschlag auf ihre Konkurrentin Nancy Kerrigan. Eine virtuos inszenierte Scheindokumentation, der es gelingt, den familiären und gesellschaftlichen Hintergründen nachzuspüren und sie in eine überbordende, oft rüde Farce zu integrieren. Ein emotionales Wechselbad für die Zuschauer, aber auch eine Art Biografie des unterprivilegierten Amerikas.

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Di 31. Juli 17.30 und 20 Uhr
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Arthur & Claire

Literaturverfilmung | Tragikomödie

Regie: Miguel Alexandre

mit: Josef Hader (Arthur) · Hannah Hoekstra (Claire) · Rainer Bock (Dr. Sebastian Hofer) · Guy Clemens (Empfangschef Hotel) · Pepijn Schoneveld (Hotelangestellter)

Deutschland/Österreich/Niederlande 2017, ab 12, 99 min.

Zwei lebensmüde Menschen, ein nörgelnder, todkranker Wiener und eine impulsive, aber zutiefst traumatisierte Holländerin, lernen sich in einem Hotel in Amsterdam kennen und streifen gemeinsam durch die Nacht. Die anfängliche Abneigung weicht gegenseitigem Interesse und die angespannte Stimmung des Beginns wandelt sich in Vertrautheit. Unterhaltsame Tragikomödie, die das gewichtige Todesthema immer wieder durch Ironie und schwarzen Humor auffängt. In den beiden Hauptrollen hervorragend gespielt.

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