Das Programm

Alle Filme laufen im CinePlanet5, Oldesloer Straße 34, Bad Segeberg (Tel.: 04551-7100).
Di 18. Dezember 17.30 und 20 Uhr
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Candelaria - Ein kubanischer Sommer

Drama

Regie: Jhonny Hendrix

mit: Manuel Viveros (El negro) · Alden Knigth (Victor Hugo) · Verónica Lynn (Candelaria) · Philipp Hochmair (El carpintero)

Kolumbien/Argentinien/Norwegen/Kuba/Deutschland 2017 | 89 Minuten | ab 6

Ein altes kubanisches Ehepaar entdeckt Mitte der 1990er-Jahre, als der Inselstaat seine bis dahin schwerste Wirtschaftskrise durchlebte, in einer Hi8-Videokamera eine Art Wunderelixier, das seine erloschene Beziehung vitalisiert und zu neuer Lebensfreude verhilft. Das bolero-hafte Kammerspiel verbindet überzeugend Einsichten ins wechselhafte Wesen der Liebe mit melancholischen Gesellschaftsreflexionen und dem Wissen um die grundsätzliche Vergänglichkeit allen Seins. Getragen wird der zurückgenommene Film von zwei charismatischen Hauptdarstellern, die ihren widersprüchlichen Charakteren eine große Liebenswürdigkeit verleihen.

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Di 25. Dezember 17.30 und 20 Uhr
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Gundermann

Biopic | Drama | Musikfilm

Regie: Andreas Dresen

mit: Alexander Scheer (Gerhard Gundermann) · Anna Unterberger (Conny) · Benjamin Kramme (Wenni) · Eva Weißenborn (Helga) · Kathrin Angerer (Irene)

Deutschland 2018 | 127 Minuten

Biografischer Film über das kurze und intensive Leben des Baggerfahrers und Liedermachers Gerhard „Gundi“ Gundermann (1955-1998), der in seiner filmisch-musikalischen Form die charakterliche Komplexität des Künstlers ebenso vermittelt wie die Widersprüchlichkeit des Lebens in der DDR. Die achronologische, mitunter auch assoziative Dramaturgie will über den eigensinnigen Freigeist nicht urteilen, sondern sich von seiner inneren Zerrissenheit berühren lassen. Eine aus Alltagsbeobachtungen entwickelte, in der Hauptrolle kongenial interpretierte Annäherung an einen vielschichtigen Menschen in einem untergegangenen Land. - Sehenswert

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Di 1. Januar 2019 17.30 und 20 Uhr
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Maria by Callas

Dokumentarfilm | Künstlerporträt

Regie: Tom Volf

Frankreich 2017 | 114 Minuten

Dokumentarfilm über die legendäre Opernsängerin Maria Callas (1923-1977), in dem die Diva ihr Leben quasi selbst in Gestalt rezitierter Briefe und eines Fernsehinterviews aus dem Jahr 1970 erzählt. Die liebevoll montierte Collage behandelt die frühen Jahre der Künstlerin knapp, räumt den bekannten Skandalgeschichten dafür aber breiten Raum ein. Das große Plus der biografischen Skizze sind jedoch die aufwändig kolorierten und ungekürzten Aufnahmen musikalischer Opern-Soli, die der berückenden Kunst der Sängerin huldigen.

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Di 8. Januar 2019 17.30 und 20 Uhr
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Grüner wird's nicht, sagte der Gärtner und flog davon

Komödie

Regie: Florian Gallenberger

mit: Elmar Wepper (Schorsch Kempter) · Emma Bading (Philomena von Zeydlitz) · Monika Baumgartner (Monika Kempter) · Dagmar Manzel (Hannah) · Ulrich Tukur (Richard von Zeydlitz)

Deutschland 2018 | 117 Minuten

Ein kauziger Gärtner, dessen Ehe nicht mehr rundläuft und der auch wirtschaftlich kurz vor dem Bankrott steht, verweigert sich eines Tages dem Alltag und entflieht mit seinem alten Doppeldecker-Flugzeug kurzerhand in die Lüfte. Auf seiner Flucht quer durch Deutschland landet er an skurrilen Orten, trifft auf resolute Frauen und kann im Laufe zahlreicher Abenteuer sogar seiner mürrischen Grantigkeit entkommen. Die glänzend besetzte Tragikomödie verwebt kurzweilige Episoden zu einem Märchen wie aus dem Glücksratgeber und erfreut durch traumhafte CinemaScope-Luftaufnahmen bar jeder Bodenhaftung.

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Di 15. Januar 2019 17.30 und 20 Uhr
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Styx

Drama

Regie: Wolfgang Fischer

mit: Susanne Wolff (Rike) · Gedion Oduor Wekesa (Kingsley) · Alexander Beyer (Paul) · Inga Birkenfeld (Marie)

Deutschland/Österreich 2018 | 95 Minuten | ab 12

Auf einem Segeltörn von Gibraltar Richtung Südatlantik trifft eine deutsche Ärztin mit ihrer Yacht auf ein havariertes Flüchtlingsschiff. Die alarmierte Seenothilfe fühlt sich jedoch so wenig verantwortlich wie ein Containerschiff. Das sich in der Folge abspielende menschliche Drama entspinnt sich als Thriller, der vor dem Hintergrund des offenen Meeres auf den europäischen Diskurs um die Seenotrettung afrikanischer Flüchtlinge zielt. Der bedrängende Film tendiert dazu, die tragische Komplexität zugunsten einer allzu didaktischen Mechanik aufzulösen; als präzise inszenierte Allegorie überzeugt er hingegen durchaus. - Sehenswert

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