Filmkunst in Bad Segeberg

Dienstag ist Filmkunsttag

Seit einigen Jahren kooperiert die Linse mit dem Filmabspielring. Diese Zusammenarbeit ermöglicht uns wöchentlich Filmkunstfilme nach Segeberg zu holen, ohne jede Woche wieder bangen zu müssen, ob auch genügend Leute kommen. Dienstag ist der Filmkunsttag in Segeberg und die Uhrzeiten sind fest: 17.30 und 20 Uhr.

Neben diesem wöchentlichen Filmkunsttag wird es einzelne Filme geben, die auch länger laufen, oder besondere Aktionen an anderen Tagen.

Der aktuelle Film

Di 23. April 17.30 und 20 Uhr
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Capernaum - Stadt der Hoffnung

Drama

Regie: Nadine Labaki

mit: Zain Al Rafeea (Zain) · Yordanos Shiferaw (Rahil) · Boluwatife Treasure Bankole (Yonas) · Kawther Al Haddad (Souad) · Fadi Kamel Youssef (Selim)

Libanon/Frankreich/USA 2018 | 126 Minuten | ab 12

Dokumentarisch anmutender Spielfilm über einen zwölfjährigen Straßenjungen aus einem Armenviertel in Beirut, der bei einer Flüchtlingsfrau aus Äthiopien Unterschlupf findet und sich um deren kleinen Jungen kümmert. Als die Mutter nicht mehr auftaucht, ist er mit dem Kind auf sich gestellt. Mit großer Zugewandtheit, aber relativ nüchtern schildert das auf intensiven Recherchen beruhende Drama den ausweglosen Kampf ums Überleben. Der von einer großen Menschlichkeit getragene Film konfrontiert mit erschütterndem Elend, hält Sentimentalität wie Zynismus aber gleichermaßen auf Distanz. Ein ebenso bewegender wie kluger, weitgehend von Laienschauspielern grandios gespielter Film. - Sehenswert

Ausführliche Kritik ...

Di 30. April 17.30 und 20 Uhr
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Vice - Der zweite Mann

Biopic

Regie: Adam McKay

mit: Christian Bale (Dick Cheney) · Amy Adams (Lynne Cheney) · Steve Carell (Donald Rumsfeld) · Sam Rockwell (George W. Bush) · Alison Pill (Mary Cheney)

USA 2018 | 134 Minuten | ab 12

Kritisches Filmporträt des US-Politikers Richard „Dick“ Cheney, der von den 1960er-Jahren an in republikanischen Regierungen die Politik der USA mitprägte und vor allem als Vizepräsident (2001-2009) zahlreiche fatale Entscheidungen verantwortete. Der differenzierte Film folgt Cheneys Lebens- und Berufsstationen weitgehend chronologisch, stellt sie aber durch Kommentare, Bildmontagen und surreale Illusionsbrüche in einen größeren Zusammenhang. Dadurch weitet sich das formal und darstellerisch brillante Werk zur bitteren Satire auf ein über Jahrzehnte aufgebautes System, in der neben skrupellosen Machtmenschen auch geistig träge Wähler aufs Korn genommen werden. - Sehenswert

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