Die Uhrzeiten sind in der Regel: 17 und 20 Uhr (bitte sicherheitshalber vorher auf der Kinoseite nachschauen). Alle Filme laufen im CinePlanet5 Bad Segeberg.
Neben diesem wöchentlichen Filmkunsttag gibt es einzelne Filme, die auch länger laufen, oder besondere Aktionen an anderen Tagen.
Drama
Regie: Lars Jessen
mit: Charly Hübner (Paul Gompitz) · Lina Beckmann (Anne Gompitz) · Thorsten Merten (Günter) · Bruno di Chiara (Maurizio) · Jens Münchow (Bootsmann Peter)
Deutschland 2026 | 97 Minuten | ab 6
Anfang der 1980er-Jahre entwickelt ein Ostseeschiffs-Kellner durch die Lektüre von Johann Gottfried Seumes Reisebericht „Spaziergang nach Syrakus“ eine Sehnsucht nach Italien. Die Ausreisebeschränkungen der DDR bremsen ihn zunächst aus, doch geht er beharrlich daran, seine Flucht übers Wasser nach Dänemark zu organisieren. Nach jahrelangen Vorbereitungen kann er seinen Plan durchführen, muss seine Frau aber zurücklassen. Das als Rückblende aus dem Jahr 2006 erzählte Drama erzählt mit melancholischem Grundton von der Freiheitsunterdrückung in der DDR, wobei das spezifische Verlangen der Hauptfigur eher beliebig wirkt. Eindrücklich ist jedoch die akribische Beschreibung der Fluchtdurchführung, bei der es dem Film auf innere Entfremdungsprozesse statt auf vordergründige Spannung ankommt. - Ab 14.
Drama
Regie: Kai Stänicke
mit: Paul Boche (Hein) · Philip Froissant (Friedemann) · Emilia Schüle (Greta) · Stephanie Amarell (Heide) · Jeanette Hain (Jorinde)
Deutschland 2026 | 122 Minuten | ab 6
Nach 14 Jahren Abwesenheit kehrt ein Lehrer vom Festland auf seine heimatliche Nordseeinsel zurück. Doch niemand heißt ihn willkommen, vielmehr begegnen ihm die Bewohner feindselig, und selbst Jugendfreunde geben an, ihn nicht zu kennen. Als ein Gericht zur Feststellung seiner Identität einberufen wird, offenbart sich, dass die Erinnerungen des Mannes grundlegend anders sind als die der Zeugen. Ein entrückter Film zwischen absurder Komödie und Parabel mit kafkaesken Anstrichen, die durch die offene zeitliche Verortung und den namenlosen Schauplatz universelle Züge bekommen. Die Inszenierung nutzt Verfremdungseffekte wie lediglich angedeutete Kulissen, um von Entfremdung und Identitätssuche zu erzählen. - Ab 14.