Das Programm

Alle Filme laufen im CinePlanet5, Oldesloer Straße 34, Bad Segeberg (Tel.: 04551-7100).
Di 20. Februar 17.30 und 20 Uhr
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Suburbicon

Drama

Regie: George Clooney

mit: Matt Damon (Gardner Lodge) · Julianne Moore (Margaret Lodge) · Oscar Isaac (Roger) · Noah Jupe (Nicky Lodge) · Glenn Fleshler (Ira Sloan)

USA/Großbritannien 2017, 106 min., ab 16

Während eine afroamerikanische Familie in einen Mustervorort der 1950er-Jahre zieht und rassistische Aversionen bei den Nachbarn weckt, findet im nebenan liegenden Haus einer US-Vorzeigefamilie der wahre Einzug des Verbrechens statt. Der Einbruch zweier Kleinganoven endet mit dem Tod der an den Rollstuhl gefesselten Mutter, wodurch sich moralische Abgründe auftun und der kleine Sohn verängstigt verfolgt, wie seine Familie in eine blutige Gewaltspirale gerät.

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Di 27. Februar 17.30 und 20 Uhr
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The Square

Drama

Regie: Ruben Östlund

mit: Claes Bang (Christian) · Elisabeth Moss (Anne) · Dominic West (Julian) · Terry Notary (Oleg) · Christopher Læssø (Michael)

Schweden/Deutschland/Frankreich/Dänemark 2017, ab 12, 151 min.

Der eloquente und attraktive Kurator eines Museums für moderne Kunst in Stockholm plant eine Ausstellung über die Utopie der gesellschaftlichen Fürsorglichkeit. Die Vorbereitungen werden durch Zwischenfälle gestört, die um die widersprüchlichen Rollen, die das postmoderne Subjekt in Alltag und Beruf zu spielen hat, sowie um die Dialektik von hohem politischem Anspruch und profanem Alltagshandeln kreisen. Die bissige, bisweilen aber auch selbstgefällige Satire kommentiert pointiert die kaum aufzulösenden Widersprüche des Kunstbetriebs und des mit ihm verbundenen Milieus, wobei sie es nach Möglichkeit vermeidet, sich selbst als Teil dieser Szene mitzudenken.

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Di 6. März 17.30 und 20 Uhr
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Lieber Leben

Komödie

Regie: Grand Corps Malade

mit: Pablo Pauly (Benjamin) · Soufiane Guerrab (Farid) · Moussa Mansaly (Toussaint) · Nailia Harzoune (Samia) · Franck Falise (Steeve)

Frankreich 2016, ab 6, 112 min.

Nach einem Moment jugendlichen Leichtsinns erwacht ein junger Mann mit gebrochenem Halswirbel im Krankenhaus und kann Arme und Beine nicht mehr bewegen. In einer Reha-Klinik versucht er, mit Hilfe von Physiotherapeuten wieder auf die Beine zu kommen. Das autobiografisch geprägte Regiedebüt des Poetry-Slammers und Musikers Grand Corps Malade zeichnet mit viel Humor das durch die Realität geerdete Bild einer Rehabilitation, die nicht unbedingt nur die körperliche Wiederherstellung anzielt. Dabei öffnet die stimmige Mischung aus Reflexion, Unterhaltung und Gesellschaftskritik den Blick auf die Menschen hinter der Behinderung.

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Di 13. März 17.30 und 20 Uhr
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The Big Sick

Romantische Komödie

Regie: Michael Showalter

mit: Kumail Nanjiani (Kumail) · Zoe Kazan (Emily) · Holly Hunter (Beth) · Ray Romano (Terry) · Anupam Kher (Azmat)

USA 2017, ab 6 , 120 min.

Ein junger Stand-Up-Komödiant pakistanischer Herkunft verliebt sich in eine US-amerikanische angehende Psychotherapeutin und bereitet damit den Boden für schwer zu bewältigende Konflikte mit seinen Eltern, die ihn in eine arrangierte Heirat nach muslimischer Tradition zu lotsen versuchen. Als seine Freundin nach einem Infekt in ein Koma versetzt werden muss, sieht sich der junge Mann mit deren Eltern und weiteren Schwierigkeiten konfrontiert. Stilsichere romantische Komödie, die vor keiner Konfrontation mit den bitteren Seiten des Lebens zurückschreckt, ohne dabei an Heiterkeit und Karikaturlaune zu verlieren.

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Di 20. März 17.30 und 20 Uhr
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Gaugin

Regie: Edouard Deluc

mit: Vincent Cassel, Tuhei Adams, Malik Zidi, Pua-Tai Hikutini, Pernille Bergendorff

Frankreich 2017, ab 6, 101 min.

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Di 27. März 17.30 und 20 Uhr
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Happy End

Drama

Regie: Michael Haneke

mit: Isabelle Huppert (Anne Laurent) · Jean-Louis Trintignant (Georges Laurent) · Mathieu Kassovitz (Thomas Laurent) · Fantine Harduin (Ève Laurent) · Franz Rogowski (Pierre Laurent)

Frankreich/Österreich/Deutschland 2017, ab 12, 108 min.

Als seine Mutter durch eine Überdosis Tabletten ins Koma fällt, zieht ein zwölfjähriges Mädchen zur großbürgerlichen Familie seines Vaters. Hinter deren Fassade offenbart sich ein Sumpf aus Lügen und moralischer Kälte: Während der Vater seine Frau betrügt und seine Schwester und deren Sohn eine drohende Klage gegen das Familienunternehmen bekämpfen, will der greise Patriarch mit allen Mitteln sterben. Einmal mehr attackiert Michael Haneke die Bourgeoisie wegen ihrer gesellschaftlichen Emotionslosigkeit. Dabei gelingen ihm effektvolle Momente in der Tradition eines Dramas von Claude Chabrol, insgesamt aber fehlt seinem Film ein dramaturgisch überzeugender Bogen.

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Di 3. April 17.30 und 20 Uhr
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Fikkefuchs

Drama

Regie: Jan Henrik Stahlberg

mit: Jan Henrik Stahlberg (Rocky) · Franz Rogowski (Thorben / Thorsten) · Thomas Bading (Sigmar) · Susanne Bredehöft (Wilson) · Jan Pohl

Deutschland 2017, ab 16, 104 min.

Ein alternder Mann aus Wuppertal versucht vergeblich, an seine einstigen Erfolge als Frauenheld anzuschließen. Er bekommt Besuch von seinem Sohn, dessen Frauenbild sich primär aus Internetpornos speist und der sich aggressiver, aber genauso vergeblich wie sein Vater ständig auf der Jagd nach Sex befindet. Auch im Zweier-Team kommen sie nicht viel weiter, sich aber immerhin gegenseitig näher. Der Independent-Film arbeitet sich schonungslos-provokativ an Männlichkeitsbildern und Sexismus ab, führt sein Thema im Rahmen einer Vater-Sohn-Geschichte aber nicht konsequent genug zu Ende.

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Di 10. April 17.30 und 20 Uhr
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Die Spur

Drama

Regie: Agnieszka Holland

mit: Agnieszka Mandat (Duszejko) · Wiktor Zborowski (Matoga) · Miroslav Krobot (Boros) · Jakub Gierszal (Dyzio) · Patricia Volny (Gute Neuigkeit)

Polen/Deutschland/Tschechien/Schweden/Slowakei 2017, ab 12, 129 min.

Wegen ihrer ausgeprägten Tierliebe eckt eine pensionierte Brückenbauingenieurin regelmäßig mit den Männern in einem abgeschiedenen polnischen Dorf an: Sie sind allesamt fanatische Jäger. Als ihre geliebten Hunde verschwinden und mehrere Männer eines rätselhaften Todes sterben, verhärten sich die Fronten zwischen den unversöhnlichen Lagern. Mal satirisch, mal feministisch akzentuierte, insgesamt aber unentschlossene Mischung aus Heimatfilm, Dorfkrimi, Öko-Thriller und zeitdiagnostischem Gesellschaftsporträt, die auch durch ihre exzentrische Hauptfigur irritiert.

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Di 17. April 17.30 und 20 Uhr
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Loving Vincent

Animationsfilm

Regie: Dorota Kobiela

mit: Douglas Booth (Armand Roulin) · Chris O'Dowd (Joseph Roulin) · Saoirse Ronan (Marguerite Gachet) · Jerome Flynn (Dr. Gachet) · Eleanor Tomlinson (Adeline Ravoux)

Großbritannien/Polen 2017, ab 6, 95 min.

Animationsfilm über den Maler Vincent van Gogh, aufgerollt als eine Art „Dorfkrimi“, in dem ein junger Mann über van Goghs tragisches Ende recherchiert. Er mietet sich in dem Dorf Auvers-sur-Oise ein, in dem der Maler seine letzten Lebensjahre verbrachte, und befragt Menschen, die van Gogh kannten. Daraus ergeben sich Zweifel, ob der Künstler wirklich Selbstmord beging. Während der „Kriminalfall“ nur ein Vorwand ist, den gängigen Van-Gogh-Mythos vom verkannten Genie zu beschwören, begeistert der aus nach van Goghs Originalen gestalteten Ölgemälden animierte Film als visuelle Hommage, die eindruckvoll die Schönheit seines künstlerischen Universums zum Leben erweckt.

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Di 24. April 17.30 und 20 Uhr
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Aus dem Nichts

Thriller

Regie:Fatih Akin

mit: Diane Kruger (Katja Sekerci) · Denis Moschitto (Danilo Fava) · Johannes Krisch (Haberbeck) · Ulrich Tukur (Jürgen Möller) · Samia Chancrin (Birgit)

Deutschland/Frankreich 2017, ab 12,106 min.

Eine Frau verliert bei einem Bombenanschlag ihren deutsch-türkischen Mann und ihren Sohn und verfällt in tiefe Depressionen. Die rechtsextremistischen Täter werden vor Gericht gestellt, doch das Verfahren endet mangels Beweisen mit einem Freispruch, was den Glauben der Witwe an den Rechtsstaat zerstört. Der an den NSU-Anschlag 2004 in Köln angelehnte Film wechselt vom Melodram über einen Gerichtsfilm zum Rachethriller, wobei er sich durchgängig auf die Trauernde und ihre Gefühle konzentriert. Zugleich macht er die Wut über die jahrelange Kriminalisierung der Opfer spürbar. Die herausragende Hauptdarstellerin bewahrt den Film jederzeit vor dem Abgleiten in ein plakatives Politdrama.

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Di 1. Mai 17.30 und 20 Uhr
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Maudie

Biopic

Regie: Aisling Walsh

mit: Ethan Hawke (Everett Lewis) · Sally Hawkins (Maud Lewis) · Kari Matchett (Sandra) · Gabrielle Rose (Tante Ida) · Zachary Bennett (Charles Dowley)

Kanada/Irland 2016, ab 12, 116 min.

Biografischer Film über die kanadische Folk-Art-Künstlerin Maud Lewis (1903-1970), die sich erst mit Mitte 30 aus der Bevormundung ihrer Tante löst, indem sie einen herrischen Mann aus einfachen Verhältnissen heiratet. Dessen Rolle prägt den künstlerischen Werdegang der Malerin, die erst in der materiellen Beschränkung ihres Daseins ein künstlerisches Fenster aufstößt. Die Inszenierung hat der idealisierenden Sicht der Protagonistin kaum etwas entgegenzusetzen, huldigt vielmehr einer biedermeierlichen Bescheidenheit. Vorrangig überzeugt die Hauptdarstellerin Sally Hawkins als schmächtige Frau, die vor der rauen Wirklichkeit Zuflucht in ihrer Malerei und einer optimistischen Genügsamkeit sucht.

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Di 8. Mai 17.30 und 20 Uhr
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Lux - Krieger des Lichts

Drama

Regie: Daniel Wild

mit: Franz Rogowski (Torsten Kachel / Lux) · Anne Haug (Lina Peschke) · Kristin Suckow (Kitty / Simone Florin) · Tilman Strauß (Jan Mika Zogg) · Heiko Pinkowski (Holger Brandt)

Deutschland 2017, 104 min.

In der Gestalt seines Alter Egos „Lux“ versucht ein schüchterner Mann, in seinem näheren Umfeld Gutes zu tun. Als „erster Reallife-Superhero Deutschlands“ wird er zum Protagonisten eines Internet-Dokuformats, dessen schmieriger Produzent immer mehr Action und Spektakel verlangt, sodass der Held in ein Skript gerät, über das er keine Kontrolle mehr hat.

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